Historie

Es war am 20. September 1894 als sich im Lokal Kohlmann (später Engelschmidt, dann Nippel) in Reh Interessenten zusammenfanden, um den TSV Germania Reh aus der Taufe zu heben.

Schon unmittelbar nach der Gründung hatte der Verein einen starken Mitgliederzuwachs zu verzeichnen, so dass bereits 1895 der Beitritt zur Mittelmärkischen Turnerschaft vollzogen werden konnte. 008

Neben sportlichen Wettkämpfen, wie Kunstturnen, Handball und auch Fußball (bis 1925), war der Verein auch auf kulturellen Gebiet tätig.

Bedingt durch die Weltkriege und deren Folgen blieb der Verein von schweren Rückschlägen nicht verschont, es mussten sogar in den Jahren 1940 bis 1947 jegliche Vereinsaktivitäten eingestellt werden. Erst im Laufe des Jahres 1947 konnte unter der Leitung von Karl Risse jun. und Karl Grote wieder ein geregelter Turnbetrieb im Saal von Bad Henkhausen (später Hotel Graß) aufgenommen werden. Da dieser Saal Anfang der 50er Jahre für die Unterbringung von Heimatvertriebenen benötigt wurde, war der Verein gezwungen, sich eine neue Bleibe zu suchen.

Im Jahre 1953 gelang es dem Vereinsvorstand die Gaststätte „Limburger Pforte“ und das dazugehörige Grundstück von der Dortmunder Ritter-Brauerei zu erwerben. Der Turnbetrieb wurde zunächst behelfsmäßig in einer Behelfsbaracke (von der Stadt Hohenlimburg erworben) durchgeführt.

Unter der zielstrebigen Leitung des Vorstandes, an der Spitze Heinrich Humme und wiederum Karl Risse jun. gelang es 1957 eine vereinseigene Turnhalle in Massivbauweise zu errichten und für den Sportbetrieb einzuweihen. Das Finanzierungskonzept zwang die Vereinsmitglieder, einen wesentlichen Teil der Baumaßnahme in Eigenhilfe zu leisten.

Durch die jetzt geschaffenen besseren Trainingsmöglichkeiten konnten nun endlich die mehrfach aufgenommen Versuche, eine leistungsfähige Handballabteilung aufzubauen, in die Tat umgesetzt werden. Damit war der Grundstein für einen kontinuierlichen sportlichen Aufstieg gelegt worden, wobei auch die Anzahl der am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften stets gesteigert werden konnte.

Der sportliche Höhepunkt im Feldhandball konnte in der Saison 1964/1965 gefeiert werden, als es der 1. Mannschaft gelang, bis in die Südwestfalenliga aufzusteigen.

Mit der Entwicklung im Handballsport, vom Feld- zum Hallenhandball, begann auch beim TSV Germania Reh eine strukturelle Wende. Durch die zunehmende Attraktivität des Hallenhandballsports erhöhte sich der Zulauf in der Handballabteilung zu Lasten des Turnbetriebs, der einige Jahre später mit Ausnahme der Damen-Gymnastikabteilung eingestellt werden musste.

Da sich auch zunehmend viele Jugendliche für den Handballsport interessierten, konnte im Laufe der Zeit auch eine starke Jugendabteilung aufgebaut werden. Im Jugendbereich konnten einige Kreismeisterschaften errungen und viele Spieler für Auswahlmannschaften abgestellt werden.

Auch im Seniorenbereich kann der Verein auf respektable Erfolge zurückblicken.

Der zweite Höhepunkt im sportlichen Bereich war der Aufstieg in die Landesliga in der Saison 1982/1983.

Durch eine altersbedingte Umbruchphase gelang es unserer Mannschaft in der Saison 1987/1988 leider nicht, den Klassenerhalt zu sichern. Die neuformierte Mannschaft benötigte drei Jahre in der Bezirksklasse und wurde in der Saison 1990/1991 ungeschlagen Meister und Aufsteiger zur Landesliga.

In der Landesliga konnte sich die Mannschaft in jeder Saison in der Spitzengruppe behaupten und erreichte wiederum im dritten Anlauf die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Verbandsliga.

Passend zum 100jährigen Vereinsjubiläum, im Jahre 1994, wurde damit der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht.